Faszination Zinnfiguren

Ich möchte rückwirkend auf die Ausstellung, die Dr. Wolfgang Weiß 2009 in den Ausstel­lungs­räumen  des Schlosses Neckar­hausen präsen­tiert hat, einige der 5000 ausge­stellten Figuren zeigen.

Dr. Weiß erschuf mit seinem damals 15-jährigen Sohn einige Szenen der „Odyssee“. Während sein Sohn die Szenen nach „Homer“ erarbeitete und die Figuren aus der bestehenden Sammlung auswählte und auch bemalte, baute Dr. Weiß die Landschaften und Szenarien zu diesem Thema.

Dr. Wolfgang Weiß hat sich schon als Schüler für das Hobby „Zinnfi­guren“ begei­stert und so verwundert es nicht, wenn weit über 40 000 Figuren sich in seiner Sammlung befinden.

Sie sehen einen winzigen Ausschnitt aus seiner  Sammlung und den Exponaten, die im Schloss ausge­stellt waren.

Die Blüte einer Pflanze

Die Blüte einer Pflanze ist ein erst nach Eintritt der Blühreife zu beobach­tender unver­zweigter Kurzspross mit begrenztem Wachstum, dessen Blätter indirekt oder direkt im Dienst der geschlecht­lichen Fortpflanzung stehen. Soweit die Definition bei Wikipedia.
Für Fotografen ist die Blüte weit mehr als nur ein Teil der Fortpflanzung. Sie ist ein Modell mit einer Vielzahl an Darstel­lungs­mög­lich­keiten, Farben und Formen. Schon die Entwicklung einer Blüte von der Knospe bis zum Verblühen kann in faszi­nie­renden Bildern festge­halten werden.
Ich habe die Auswahl an Blüten in meinem Garten und meiner direkten Umgebung entdeckt. Faszi­niert bin ich von den unter­schied­lichen Strategien der Pflanzen, sich mit Hilfe der Blüten zu vermehren.
Da ist zunächst die Kleinste und Unschein­barste, z.B. die Hasel­nuss­blüte. Die kleine, nur drei mm große Blüte, lockt keine Insekten an, vermutlich schreckt die purpur-rote Färbung sie sogar ab. Einzig der Wind, der die Pollen von den Kätzchen weht, sorgt bei der Haselnuss für die Befruchtung der Blüte, aus der wohlschmeckende Früchte entstehen.
Ehren­preis, Gauchheil, Reiher­schnabel und Zimbel­kraut gehören ebenfalls zu den kleinsten Blüten. Sie fristen oft ein Schat­ten­dasein in unseren Gärten. Doch es lohnt sich, einmal genauer hinzu­schauen. Diese Winzlinge können es gut und gerne mit so mancher ihrer großen Schwe­stern aufnehmen.
Da sind zum anderen die in ihrer Größe oder Menge auffäl­ligen Blüten, z.B. Gänse­blümchen oder Marge­riten, Duft- oder Märzen­veilchen, Schar­bocks­kraut oder Butter­blume, Wildrose und Löwenzahn. Sie werden zuweilen in den Gärten nicht gerne gesehen. Aber wenn wir im Frühjahr über die Wiesen oder Felder wandern, erfreuen wir uns an der Blüten­pracht und der Fülle an Farben.
Es gibt aber auch Blüten die schön, aber auch wehrhaft aussehen, z.B. die Karde. Sie ist ein Distel-Gewächs und wehrt sich mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln als Nutzpflanze in der Blumenvase zu enden. Es gibt praktisch keine Stelle, an der nicht nadel­feine Stacheln sitzen. Auch die Klette ist als Blüte nicht zu verachten, aber sie eignet sich genauso wenig wie die Karde für den Blumen­schmuck im gemüt­lichen Daheim. Dieser Pflanze hat die Menschheit viel zu verdanken. Sie ist Vorbild für den Klett­ver­schluss, der in vielen Produkten einge­setzt wird und uns das Leben erleichtert
Ich hoffe, dass ich euch mit meinem kleinen Beitrag die Sicht auf das Kleine und Unscheinbare, auf das Unbeliebte und manchmal Wehrhafte in der Natur etwas näher bringen konnte.

Makrofotografie — Insekten

Makro­fo­to­grafie ist in fast allen Bereichen ein bewährtes Mittel der Darstellung im Kleinen. In der Pflan­zenwelt genauso wie in der Technik. In der Geologie ist sie ein wichtiges Hilfs­mittel. Eine Steigerung erhält die Makro­fo­to­grafie noch durch die Mikro­skopie-Fotografie.

Die Makro­fo­to­grafie hat mich schon zu analogen Fotozeiten begei­stert. Es ist immer beein­druckend, ein Objekt aus der Nähe und im Detail zu beobachten.

Durch die Vergrö­ßerung des Ausschnittes gewinnt man eine ganz neue Sicht­weise auf alltäg­liche Objekte. Man fühlt sich wie ein Entdecker und erhält Erkennt­nisse, die sich mit dem Auge nicht erschließen.

In dieser Präsen­tation zeige ich einen Ausschnitt der Insekten, die ich unter die Linse genommen habe. Diese Kleinst­le­be­wesen, die in der Regel keine Beachtung bei den Menschen finden, ja, sogar auf Ablehnung stoßen, bestechen durch ihre Vielsei­tigkeit und Schönheit. Oft ist auch der Nutzen dieser Spezies nicht bewusst.

Erfreuen Sie sich an den Bildern, auch wenn es dem einen oder anderen einen Schauer über den Rücken treibt, besonders bei Spinnen sind viele sehr sensibel. Aber die Haupt­nah­rungs­quelle der Spinnen sind andere Insekten, nicht der Mensch.

Zur Qualität ist noch folgendes anzumerken: Insekten sind sehr mobil, daher kommt es leicht zu unscharfen Bildern.